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Heimat und Dankbarkeit

Heimat und DankbarkeitDas sind zwei Wörter, die vermutlich auch im Parteiprogramm der AfD vorkommen. Für mich haben sie sicher eine andere Bedeutung. Heute kamen mir einige Gedanken zu meiner Jugend. Und dass ich nun diesen Satz so formuliert habe, erschreckt mich etwas, da es bedeutet, dass meine Jugend vorbei ist. Zumindest aus meiner heutigen Sicht. Vielleicht zähle ich diesen Moment in 10 Jahren wieder zu meiner Jugend dazu. Im Moment jedenfalls fühle ich mich schrecklich erwachsen. Und wenn man das Gefühl hat, dass man sich entwickelt hat und dass man sich irgendwie anders fühlt, als noch vor ein paar Monaten oder Jahren denkt man doch automatisch an die Zeit zurück, in der das noch nicht so war. So sitze ich jetzt hier und denke an meine Freunde. Und wenn ich „meine Freunde“ schreibe, meine ich eine ganz bestimmte Gruppe von Leuten. Diese Leute werden immer die Freunde sein, die ich meine, wenn ich von meinen Jugendfreunden spreche, so viel ist sicher. Und allein das ist doch ein Zeichen dafür, dass meine Jugend vorbei ist, oder auch in den letzten intensiven Zügen. Und so komme ich zum Titel dieses kleinen Textes zurück: Heimat und Dankbarkeit. Denn genau das sind die Worte, die mir in den Sinn kommen wenn ich an meine Freunde denke. Sie bedeuten Heimat, da ich mit ihnen zusammen in Altdorf bei Nürnberg, einer niedlichen Kleinstadt, aufgewachsen bin und eine gute, vielleicht sogar die beste Zeit meines Lebens mit ihnen verbracht habe. Dafür bin ich dankbar. Dankbarkeit. Eigentlich mag ich das Wort nicht gern, weil es eine gewisse Unterwerfung impliziert. Seltsamerweise ist das bei meinen Gedanken an meine Freunde nicht so, da wir alle ebenbürtig sind. Ich bin immer wieder überwältigt von meinen Gefühlen, wenn ich zu Besuch in meine Heimatstadt zurückkehre. Ich fühle mich sofort in die Arme genommen und einfach richtig. Und ich weiß, dass diese Leute einen riesigen Teil zu diesem Gefühl beitragen. Ich dachte eigentlich, dass es jedem so geht. Dass jeder Menschen in seinem Leben hat, die mehr bedeuten, als man jemals zugeben würde und als es einem nur sehr selten, dafür aber intensiv bewusst wird. Im Moment freunde ich mich immer besser mit meinen Kommilitoninnen an und lerne, dass es keinesfalls jedem so geht. Und nun begreife ich, was ich da habe, was ich erfahren durfte. Nämlich Sicherheit und nichts anderes. Erstaunlich, wie viel ein paar ganz normale Menschen bewirken können. Sie bewirken, dass ich mich abgesichert fühle, in jedem Moment meines Lebens. Ich weiß, warum auch immer, dass sie immer da sein werden und dass sie mir immer helfen werden mit allem was in ihrer Macht steht. Wir sind keine Gruppe, die sich ständig sagt, dass sie sich lieb hat, dass man sich wichtig ist oder dergleichen. Das liegt vielleicht auch daran, dass viele Männer in der Gruppe sind. Wir brauchen das auch nicht, wir wissen es einfach. Kann Freundschaft unkomplizierter sein? Danke und auf in die Heimat!
28.5.16 14:42
 
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